Grüß Gott

Meine Name ist Petra Kannchen,ich bin evangelisch und wohne in Hessen.
In diesem Blog geht es um das Thema Glauben und Kirche.
Aber nicht als staubtrockene Belehrungen sondern ganz praktisch und manchmal auch mit einem Augenzwinkern.


Freitag, 13. Oktober 2017

Ich bin dann mal glücklich


Hört sich im ersten Augenblick ziemlich salopp an,hat aber eigentlich einen tieferen Hintergrund.Wiso werdet ihr gleich erfahren.
Ich möchte  mal wieder ein paar Gedanken mit euch teilen.Lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen und wisst ihr womit ich hauptsächlich beschäftigt war?
Statt den alten Adam täglich zu ersäufen,habe ich mich im Selbstmitleid gebadet bis ich fast darin ertrunken wäre.
Nun muß ich dazu sagen,nein es soll keine Entschuldigung sein;aber  dieses Jahr war bei uns einiges los.Es sind etliche Stürme über uns hinweg gebraust,die mich ziemlich durcheinander gerüttelt haben.Dann habe ich seit Juni Probleme mit meinem rechten Fuß,es plagt mich ein Spongiosaödem plus Weichteilödem,was mit ziemlichen Schmerzen verbunden ist.Laut Arzt hilft nur schonen und Geduld.Letzte Woche hat es dann noch meinen lieben Mann erwischt,ein fieser doppelter Bandscheibenvorfall und 1 Woche Krankenhaus.Also irgendwie dachte ich so bei mir,Gott jetzt reicht es mir aber,was willst du uns denn noch alles aufbürden?
Prompt kriegte ich Antwort und zwar in Form von einer liebevollen Ermahnung.Ja,so ist Gott.Und recht hatte er.Auch seine Geduld ist irgendwann erschöpft und er dachte sich :"Ok,jetzt schicke ich mal einen Boten nach unten,der Klartext redet."Der Bote kam bei mir in Gestalt von Joyce Meyer,einer amerikanischer ,protestantischen Predigerin; her,näheres zu ihr findest du hier .
Im Internet bin  ich über  ihre Vorträge  mit dem Thema  Selbstmitleid gestolpert.Puh,das war schon starker Tobak und brachte es auf den Punkt.Natürlich können wir auch als Christen uns ärgern,traurig sein,wütend und verletzt,aber wir brauchen es nicht tagelang,bzw. wochenlang mit uns herum zu schleppen.Wir müssen uns ja nicht selber damit aus einander zu setzen.Wir können es im Gebet abgeben,es zur Chefsache erklären.Wie sagte J.Meyer so schön,ich schade mir doch nur selber,wenn ich ständig nur um mich selber kreise,mich über alles und jeden ärgere und in der Vergangenheit lebe.Dann wird man verbittert,zynisch und giftet seine Mitmenschen nur an.Vorallem macht Selbstmitleid süchtig.

Ja,das war Gottes Antwort auf mein Gebet.Also,es hat nachhaltige Spuren bei mir hinter lassen.Ich habe innerlich Abbitte geleistet und mir mal überlegt,wie ich in der letzten Zeit mit meinen Mitmenschen ,besonders meiner Familie umgegangen bin.Es drehte sich wirklich alles um.Ich habe Schmerzen,es ist so ungerecht,warum kann ich nicht walken,du kannst und ich nicht.Ich muß beim Essen aufpassen,andere nehmen viel leichter ab,ich habe keine Freunde,ich habe keine Zeit für meine Hobbies,alles bleibt an mir hängen.Warum habe ich ,hätte ich nicht dies oder jenes.
Was hatte ich davon,ich sage es euch,nichts,rein weg gar nichts.Doch,Ärger,Streit,Unfrieden usw.Ich bemitleidete mich selber noch mehr,wurde noch zickiger,also quasi eine Katze die sich in Schwanz beißt.Die Situation änderte sich nicht,bis ich Anfang der Woche auf besagten Vortrag stieß.Joyce Meyer zitiere eine Bibelstelle aus Galater 5,Verse 19 - 23 :
"Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches,als da sind: Unzucht,Unreinheit,Ausschweifung,Götzendienst,Zauberei,Feindschaft,Hader,Eifersucht,Zorn,Zank,Zwietracht,Spaltungen,Neid,Trunksucht,übermäßiges Essen und dergleichen.Davon habe ich euch vorausgesagt und sage es nochmal voraus:Die solches tun,werden das reich Gottes nicht erben.Die Frucht aber des Geistes ist:Liebe,Freude,Friede,Geduld,Freundlichkeit,Güte,Treue,Sanftmut,Keuschheit,gegen all dies ist das Gesetz nicht."
Wo ist nun das Selbstmitleid? Ich zitiere nochmal J.Meyer,im Götzendienst.Wenn wir nur um uns selber kreisen,sind wir nach innen gerichtet und beten quasi uns selber an.Wir haben es nun in der Hand,wie wir leben wollen,unglücklich und voller Selbstmitleid oder indem wir uns von Gott leiten lassen und Jesus nachfolgen.Wenn wir für unsere Mitmenschen da sind,ihnen ein offenes Ohr schenken,eine helfende Hand reichen oder sehen wo Not ist,dann werden wir selber beschenkt.Dann findet sich auch jemand,der uns hilft.
Eigentlich ist so einfach,jedoch in der Praxis schwer um zusetzen.Doch,da Gott uns das Geschenk der Gnade gemacht hat,können und dürfen auch mit uns selber gnädig sein.Wir können jeden Tag neu entscheiden,welchen Weg wir gehen wollen.Wenn das Selbstmitleid mal wieder anklopft,sagen wir souverän lächelend: "Nein Danke,brauche ich heute nicht.Kenne ich schon,will ich nicht mehr."
Nur wir müssen dran bleiben,sprich halt jeden Tag den alten Adam ersäufen.
Das ist für mich klar mein roter Faden.Es hat nur mit Umsetzung etwas gehapert,ich bin ein wenig vom Weg abgekommen,doch Gott hat mich wieder an die Hand genommen und so zu sagen in die Spur gebracht.
Ich habe auch schon eine kleine Veränderung gespürt.Es ist tatsächlich etwas dran,es macht glücklich wenn man freundlich ist zu seiner Umgebung.Man bricht sich keinen Zacken aus der Krone,wenn man für seine Mitmenschen da ist.Jesus nach zu folgen,ist keine Sonntagsspaziergang,das wurde uns auch nie versprochen.Doch wir haben jede Tag immer wieder aufs Neue eine weitere Chance.
Von daher,mein saloppes Fazit:
Ich bin dann mal glücklich.
Zum Schluss möchte ich euch noch eine kreative Arbeit zeigen.Die o.g. Bibelstelle hat mich dazu inspiriert,sie künstlerisch um zusetzen.







Das sind meine Gedanken zu diesem Thema.Mich würde es interessieren,wie ihr darüber denkt.Schreibt doch einfach im Kommentar eure Meinung dazu.
Nun wünsche ich euch eine gute Nacht und Gottes Segen.



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